Gleich an zwei Abenden war die Hütte brechend voll, und alle hatten großen Spass – die Vorleser mindestens genau soviel wie die Zuhörer. Den – nun ja – sehr skurrilen Kabarettisten und Satiriker Heino Jäger kannte kaum einer der Anwesenden; nach diesem Abend wird ihn niemand mehr vergessen, manch einer heulte vor Lachen. Oliver Delius las Klappentexte und Literaturkritiken über Bücher, die es nicht gibt, geschrieben von Autoren, die er sich ausgedacht hat. Für leise, sehr komische und manchmal sehr melancholische Zwischentöne sorgte Gero von Randow mit Gedichten von Joachim Ringelnatz (sein Urgroßonkel!). Und für mich der Höhepunkt: Die von Jan Hinsch-Timm genial auf „Missingsch“ gesprochenen Texte von Wolfgang Sieg – subversive Mundart-Prosa, wie ich sie bisher nur aus Bayern kannte.

Schon am Abend der ersten Veranstaltung war klar: Nach der Lesung ist vor der Lesung – im Herbst gibt es „VIER LESEN VOR – Teil 2“ (same, same, but different).

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