Die Gruppenspiele wären dann also – mal mit Können, mal mit Glück – überstanden. Schade, dass Mannschaften wie Spanien oder Italien weder vom Einen noch vom Anderen genug hatten. Wir hatten schon sooo leckere Rezepte rausgesucht (von Pasta bis Paella…). Aber die wahren Loser dieser WM stehen schon mal fest: es sind die unsäglichen Gestalten, die uns vor, während und nach den Spielen aus der Glotze vollschwallen mit ihren „Kommentar“ und „Analyse“ genannten Banalitäten. Der Schlimmsten einer heißt Opdenhövel, der wunderbar in einen der privaten Krawallsender passen würde, aus dem er wohl auch hervorgekrochen ist. Manchmal sieht man am gequälten Gesichtsausdruck seines Co-Moderators Scholl, welche Mühe es ihn kostet, nicht sofort angewidert die Bühne zu verlassen. Und im ZDF gerät eine Frau Müller-Hohenstein immer ganz außer Rand und Band, wenn es ihr gelingt, durch investigative Interviewtechnik so etwas aufzudecken wie welche Musik Oliver Bierhoff auf dem ipod hat… Und wer erzählt Oliver Kahn endlich, dass „Analyse“ nicht bedeutet, nachzuerzählen, was wir alle gerade 90 Minuten lang gesehen haben?

Mein Tipp: Schaltet den Ton aus und lasst den Kenntnisreichsten unter Euch das Spiel kommentieren, so wie es früher Typen wie Rudi Michel gemacht haben: „Overath – Netzer – Grabowski – Netzer – Tooor!“ Das reicht. Und hinterher analysiert Ihr gemeinsam das Spiel. Wie in fast jeder deutschen Skatrunde gibt es bestimmt auch beim Fußballgucken mindestens Einen, der hinterher genau bescheid weiß. Ansonsten gilt die rheinische Devise: „Is mich ejal, wer jewinnt, Hauptsach ick seh en schön Spell“. Dem kann man sich doch nur voll inhaltlich anschließen (außer, die deutsche Mannschaft spielt mit).

Bei uns gibt es ab sofort an allen Spieltagen bei hoffentlich schönem Sommerwetter public viewing auf der Terrasse, immer mit einem zum Spiel passenden Abendessen. Und neben wohl temperiertem Wein halten wir auch immer ein kühles Bierchen bereit!  

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